9.November 1938: Nie wieder!
Die Reichspogromnacht jährt sich inzwischen zum 73. Mal. Der 9. November 1938 markierte einen traurigen Wendepunkt in der Verfolgung der jüdischen Menschen in Deutschland durch das Nazi-Regime. Nachdem in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 hunderte Menschen ihr Leben verloren und tausende jüdische Wohnhäuser, Geschäfte und Synagogen geschändet, in Brand gesetzt und zerstört wurden, schlug der Judenhass in systematische Verfolgung und skrupellose Hinrichtung der Juden um. Auch Bad Segeberg blieb nicht von den Novemberpogromen im Jahr 1938 verschont. Jüdische Geschäfte wie das von Leo Baruch in der Kirchstraße und die damalige Synagoge in der Lübecker Straße wurden Ziel von Schmierereien, Zerstörung und dem Versuch der Inbrandsetzung. Gemeinsam wollen wir mit dieser Mahnwache den Opfern der Novemberpogrome gedenken und in Zeiten, in denen rechtsradikale Tendenzen wieder deutlicher in Erscheinung treten, vor dem Hintergrund unserer eigenen, nationalen Geschichte zu mehr Verantwortung gegenüber unserer Demokratie und einem bunten Zusammenleben in der Gesellschaft mahnen. Alle Teilnehmer_innen sind hierfür zur Kerzenniederlegung auf dem Marktplatz aufgerufen.
Verantwortung im Norden – 19.09.2011 HL
Seit 2000 führen die Landespräventionsräte aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem DGB Nord Fachtagungen gegen Rechtsextremismus und Gewalt durch. Diese Veranstaltungen richten sich insbesondere an Fachkräfte der Präventionsarbeit aus der Kommunalverwaltung und -politik, den Schul- und Sozialbehörden, der Polizei, der Wissenschaft und den Gewerkschaften. Ebenso angesprochen sind Vertreterinnen und Vertreter kommunaler Präventionsräte, aus Verbänden, aus dem Bereich des organisierten Sports und der Kirchen sowie andere Interessierte.
In diesem Jahr gibt der Hauptreferent, NDR-Journalist Stefan Schölermann, einen aktuellen Überblick über die Entwicklungen des Rechtsextremismus in Norddeutschland in den letzten drei Jahren. Darüberhinaus beleuchtet er den Umgang der Medien mit dem Rechtsextremismus bzw. der Rechtsextremisten mit den Medien. Die Workshops am Nachmittag zeigen das breite Spektrum der Möglichkeiten für die Zivilgesellschaft, sich nachhaltig und effektiv zu engagieren. mehr
Verantwortung übernehmen im Norden
Projekte und Programme gegen Rechtsextremismus und Gewalt
Datum: 19.09.2011 , 10:00 – 16:00
Ort: media docks
Willly-Brandt-Allee 31
23554 Lübeck
Anmeldung erbeten bis 09.09.2011
Fax: 0431-9883104
E-Mail: rfk-sh@im.landsh.de
Afghanistankrieg – Schein und Wirklichkeit
Begleitend zum Anti-Kriegstag (01. September) und zur derzeitigen Bundeswehr-Ausstellung in Schleswig: “Adleraugen über Afghanistan” diskutiert am 3. September die Friedensbewegung-SH (ZAA – Zusammenarbeitsausschuss der …) mit Jürgen Rose, Oberstleutnant a.D. Jürgen Rose wurde vom BW-Dienst suspendiert, weil er die Rechtmäßigkeit der Tornado-Kampfeinsätze gegen afghanische Aufständische in Frage stellte:
Afghanistankrieg – Schein und Wirklichkeit
Sonnabend, 3. September 2011, 14:30 Uhr
Kulturzentrum – Lange Straße 6, Schleswig
„Schulfrei für die Bundeswehr?“
Die Bundeswehr versucht zunehmend größeren Einfluss auf das Bildungswesen zu nehmen, um die Sicherheits- (Kriegs-)politik der Bundesrepublik Deutschland darzulegen. Mittlerweile haben acht Bundesländer Kooperationsvereinbarungen mit der Bundeswehr unterzeichnet, die der Bundeswehr bzw. den Jugendoffizieren Vorrang in den Bildungseinrichtungen einräumen. Die Bundeswehr soll auch in die Ausbildung der ReferendarInnen und die LehrerInnenfortbildung eingebunden werden. Dazu werden sogar sogenannte Bildungsangebote der Bundeswehr in Medien der Kultusministerien veröffentlicht.
Die Kampagne „Schulfrei für die Bundeswehr“ will über diese Art der Militarisierung unserer Gesellschaft aufklären. Dazu stellt die Deutsche Friedensgesellschaft -Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Landesverband Baden-Württemberg, Hintergrundmaterial zur Verfügung. Die DFG-VK unterstützt gleichzeitig mit weiteren Materialien SchülerInnen, LehrerInnen, ReferendarInnen, Eltern und Friedensgruppen, die sich gegen den Einsatz von Jugendoffizieren an ihrer Schule wehren wollen.
In Elmshorn, Schleswig-Holstein, fand dazu am Anti-Kriegstag 2011, 01. September, in der Erich-Kästner-Schule eine Podiumsdiskussion statt. Mit dabei:
Astrid Henke: GEW-SH; Horst Hesse: Terre-des-Hommes; Uta Amer: Friedensnetzwerk-Pi. Schirmherrin war die Bürgermeisterin der Stadt Elmshorn, Dr. Brigitte Fronzek. mehr
Info-Flyer
Elmshorn 01.09.2011
Aktiv für Demokratie und Toleranz – Wettbewerb
Das bundesweite “Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt” (BfDT) sucht auch im elften Jahr seines Bestehens mit dem Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz” nach vorbildlichen, zur Nachahmung geeigneten zivilgesellschaftlichen Projekten für eine demokratische und tolerante Gesellschaft. Einsendungen empfängt das BfDT noch bis zum 30. September 2011. Den preisgekrönten Initiativen und Projekten winken Geldpreise im Wert von 2.000 bis 5.000 € und eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit. mehr

